Der Bariton Yaron Windmüller, geboren in Israel, bewegt sich in einem breitgefächerten Repertoire: im Lied- und Konzertbereich. Werke der vorklassischen Zeit über Klassik und Romantik, bis zum Repertoire des einundzwanzigsten Jahrhunderts, im Opernbereich Partien des lyrischen und Charakterfaches.

Eine enge Zusammenarbeit verbindet den Künstler mit Komponisten wie Reimann, Hosokawa, Bialas, Eggert, Rihm, von Bose u.a., die ihm wiederholt die Uraufführung neuer Werke anvertrauen.

Auf der Operbühne zeichnet sich Yaron Windmüller durch die intensive Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Rollencharakter aus, in letzter Zeit u.a. Kowaljow in Schostakowitschs „Die Nase“, die Titelpartie in Bergs „Wozzeck“ und Edgar in Hosokawas „Vision of Lear“ (UA), Paolo in Verdis „Simone Boccanegra“, Don Alfonso in Mozarts "Cosi fan Tutte" , Orfeo in Glucks „Orfeo ed Euridice" und Tomsky in Tschaikowskys „Pique Dame“.

Seine Opernlaufbahn begann der Sänger 1981 im Opernstudio des Bayerischen Nationaltheaters in München, es folgten ein Engagement am Staatstheater am Gärtnerplatz in München, sowie Gastverträge u.a. am Staatstheater Braunschweig und an den Opernhäusern in Augsburg, Bonn, London, Tokyo, Wellington, Tel Aviv, Leeds, Frankfurt und Saarbrücken.

Yaron Windmüller arbeitete mit Dirigenten wie Sergiu Celibidache, Zubin Mehta, Gary Bertini, Helmuth Rilling, Christoph Eschenbach, Günther Herbig und Peter Eötvös, sowie mit den Regisseuren Jaroslav Chundela, Stephen Lawless, Tadashi Suzuki, Peter Baumgardt u.a.

Als Liedsänger wurde er von Christoph Eschenbach, Robert Levin und Axel Bauni begleitet. Im Rahmen des Kultur- und Veranstaltungsprogramms im Deutschen Pavillon der EXPO 2000 in Hannover zeichnete er zusammen mit Axel Bauni für die Konzeption der Projektwoche „Lied: Strahl“ verantwortlich, die dem Kunstlied gewidmet war.

Unter den CD-Einspielungen der letzten Jahre: Darius Milhaud „Service Sacré“ (Czech Philharmonic Orchestra, Gerard Schwarz), Moritz Eggert „Neue Dichterlieben“ (Moritz Eggert), Wolfgang Rihm „Lieder“ (Axel Bauni), Théodore Gouvy „Lieder“ (Thomas Hans), Viktor Ullmann „Lieder“ (Axel Bauni), Günter Bialas „Aus der Matratzengruft“ (Bayrisches Symphonieorchester, Hans-Martin Schneidt), Boris Blacher „Lieder“ (Axel Bauni) und Giuseppe Verdi „Simone Boccanegra“ (New Zealand Symphony Orchestra, Marco Guidarini).

Nach einer CD-Einspielung von Aribert Reimanns „Kumi Ori“ und „Zyklus“ (beide auf Texte von Paul Celan) mit dem Saarländischen Rundfunkorchester unter der Leitung von Günther Herbig, der Mitwirkung in der Produktion „Zaide“ (Mozart / Czernowin) im Rahmen der Salzburger Festspiele 2006 sowie an den Opernhäusern von Basel und Montpellier 2007 sind als wichtige Projekte für die Saison 2007/08 in Planung:

Lyrische Symphonie von Alexander von Zemlinsky und Lieder von Gustav Mahler in der Philharmonie Belgrad (Dezember 2007), die Künstlerische Leitung (sowie Mitwirkung) des Festivals "Lied:Strahl" am Stadttheater Kempten (Dezember 2007) und Musiktheater Görlitz (Januar 2008), unter der Leitung von Michael Gielen Schönbergs "Kol Nidrei" und Schubert "Psalm" in Berlin (Mai 2008) sowie die Neuproduktion „Zaide“ (Mozart / Czernowin) im Mai/Juni 2008 am Bremer Theater.

Seit 1997 ist Yaron Windmüller Professor an der Hochschule des Saarlandes für Musik und Theater; von 2001-2006 war er gleichzeitig Leiter des Opernstudios an der New Israeli Opera, Tel Aviv.